Do 26.03.2015 - 20:00 Uhr

Spitzbergen - Inseln im Eis

850 Kilometer paddelnd durch das Polarmeer

Der Inselarchipel Spitzbergen liegt auf halbem Weg vom nördlichsten Punkt Norwegens zum Nordpol, direkt im Eismeer. Es ist eine unwirtliche Gegend für Menschen. Die Sonne geht monatelang nicht unter und lässt Besucher jegliches Gefühl für Zeit verlieren. Manchmal ist die Luft so klar, dass weit Entferntes zum Greifen nah erscheint. Ein anderes Mal hüllen Nebelbänke das Land tagelang in graue Schleier.

Von Longyearbyen, der Hauptstadt des Inselarchipels, startete die ungewöhnliche Kajakreise von Jürgen Schütte. Bereits nach zwei Wochen fiel seine Paddelpartnerin aus gesundheitlichen Gründen aus. Jürgen Schütte machte sich mit seinem Faltboot allein auf den Weg nach Norden. Er folgte den Spuren von Forschern wie Nansen und Amundsen und erkundete die Siedlungsgebiete der Pomoren, die als Walfänger und Jäger die Insel in den vergangenen Jahrhunderten bewohnten.

Mit dem norwegischen Eisbrecher, der „Svalbard“, geht es nach knapp zwei Monaten auf dem Eismeer wieder zurück nach Longyearbyen. Nach über vier Monaten in der Arktis bringt ein Kohlefrachtschiff Jürgen Schütte zurück ins „warme“ Deutschland.

„In meinem Vortrag beschreibe ich Land und Leute, besuche historische Plätze der Entdecker, Forscher und Walfänger“, sagt Abenteurer Jürgen Schütte.

Aber auch die Tierwelt Spitzbergens wird dem Zuschauer nahe gebracht: spannende Eisbärenerlebnisse, neugierige Polarfüchse, Robben und Walrossbegegnungen. Der rote Faden aber ist die 850 Kilometer lange und 53 Tage dauernde Reise mit dem Faltboot. 

www.juergen-schuette.de